First Mover Advantage

File: sentix Konjunkturindex: More than a first mover

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25.09.12
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25.09.12
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Die sentix-Konjunkturindizes werden seit 2003 als jeweils erste Frühindikatoren für den laufenden Monat veröffentlicht. Sie sind die „first movers" unter den Stimmungsindikatoren wie ZEW-Konjunkturerwartungen, ifo Geschäftsklima, Einkaufsmanagerindizes oder Economic Sentiment. Jenseits der früheren Verfügbarkeit im Monat geben die sentix-Konjunkturindizes aber auch regelmäßig signifikante Hinweise auf die Entwicklung der übrigen Frühindikatoren. In vorliegender Analyse beleuchten wir das Verhältnis zwischen sentix-Konjunkturerwartungen und ZEW-Konjunkturerwartungen.

Wir kommen zu folgenden Ergebnissen:

  • Die sentix-Konjunkturerwartungen der institutionellen Anleger für Deutschland, die seit Januar 2009 monatlich erhoben werden, haben seit Ende 2009 einen statistisch signifikanten Vorlauf vor den ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland.
  • Die sentix-Konjunkturerwartungen der Institutionellen für Euroland tendieren gegenüber den ZEW-Konjunkturerwartungen für die Eurozone ebenfalls seit Ende 2009 zu einem Vorlauf.
  • Drei Gründe sprechen für diese Entwicklung: Erstens hat die Anfang 2009 vorgenommene Ein-führung der sentix-Konjunkturerwartungen für Deutschland geholfen, das Profil der sentix-Konjunkturindizes für Euroland zu schärfen. Zweitens hat sich die Teilnehmerzahl der sentix-Umfragen im Zeitablauf spürbar erhöht, wodurch die Prognosegüte der sentix-Daten nochmals gestiegen ist. Drittens verfügt die sentix-Umfrage allgemein über den Vorteil der Individualität und Freiwilligkeit. Es müssen also z.B. keine relativ trägen Hausmeinungen abgegeben werden.

Die radikale Konsequenz aus diesen Ergebnissen lautet: Für den Datenbeobachter würde es reichen, ausschließlich auf die sentix-Konjunkturindizes zu achten. In den Medien und auch in vielen Köpfen der Finanzmarktteilnehmer spielen die ZEW-Indikatoren aber noch die dominante Rolle – ein Paradebeispiel für die Ineffizienz der Märkte!

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