Die Erschütterung lässt nach

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Nachdem im Mai der Euro Break up Index ein neues Gefahrenmoment für die Eurozone angezeigt hatte, beruhigt sich die Lage den zweiten Monat in Folge. Der Gesamtindex für Euroland fällt deutlich um 3,9 Prozentpunkte von 12,3% auf nunmehr 8,4% zurück. Auch die Sorgen um Italien sind rückläufig.

Der sentix Euro Break-up Index ist im Juli deutlich auf 8,4 Prozentpunkte gesunken. Hierzu hat der Rückgang des italienischen Teilindex maßgeblich beigetragen, der von 9,5 auf 7,2 Punkte zurückfällt. Trotzdem bleibt die Flüchtlingskrise, aber auch die politische Lage in Italien und Spanien, ein Dauerbrenner. Jederzeit könnte in diesen Ländern erneut eine Regierungskrise aufflammen und ein Auseinanderbrechen der Eurozone wahrscheinlicher machen. Auffällig ist, dass der Aktienmarkt in Italien, aber auch die Renditen italienischer Staatsanleihen, bislang die angezeigte Beruhigung im EBI in keiner Weise widerspiegeln. Entweder eine Kaufchance oder die Gefahr, dass die jüngste Bewegung im Euro Break-up Index nur eine Zwischenerholung war und die nächste Schockwelle ansteht. Wir halten Letzteres für wahrscheinlicher.

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sentix Euro Break-up Index: Gesamtindex und Teilindex Italien

 

Hintergrund

Der monatlich erscheinende sentix Euro Break-up Index wird seit Juni 2012 jeweils in der vierten Woche eines Monats erhoben und am darauffolgenden Dienstagmorgen veröffentlicht. Die befragten Anleger haben die Möglichkeit, bis zu drei Länder zu nennen, mit deren Euro-Austritt sie innerhalb der nächsten zwölf Monate rechnen. Weitere Details zum sentix Euro Break-up Index sowie aktuelle Werte finden Sie unter http://ebr.sentix.de.

Der aktuelle Wert des sentix Euro Break-up Index in Höhe von 8,4% bedeutet, dass zurzeit genau dieser Anteil der befragten Anleger mit dem Ausscheiden mindestens eines Landes aus der Eurozone innerhalb der nächsten zwölf Monate rechnet. Seinen vorläufigen Höchststand hatte der sentix EBI mit 73% im Juli 2012 erreicht. Sein Minimum stammt mit 6,3% aus dem April 2018.

In der aktuellen Umfrage, die vom 26.07.2018 bis zum 28.07.2018 durchgeführt wurde, beteiligten sich rund 1.000 private und institutionelle Anleger.

 

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